Wütend und traurig während der Koronazeit

Wütend und traurig während der Koronazeit

In jedem Beruf und jeder Firma, aber auch im privaten Umfeld, haben wir es derzeit mit dem Covid-19-Virus zu tun. Jeder muss mit Corona auf seine eigene Weise umgehen.
Wenn Sie eine Praxis für medizinische Fußpflege betreiben, müssen Sie sich mit allerlei Regeln auseinandersetzen. Diese Regeln wurden im Laufe der Jahre immer mehr verschärft. Kein überflüssiger Luxus, aber als ich im letzten Jahr die ganzen Pressekonferenzen von Dr. Rutte und Dr. De Jonge hörte, wurde ich sehr wütend und traurig. Alles in allem wurden die ( medizinischen ) Fußpfleger in all diesen Informationsveranstaltungen und allen Talkshows einmal erwähnt.
Wo sind wir als Fußpfleger, wo sind die Tausenden von Pediküren? Wir, die alle Risikogruppen (z. B. Diabetiker, Rheumatiker, Krebspatienten) im Blick haben und entsprechend versorgen? Wir, die die regelmäßige Pflege für die optimale Fußpflege unterstützen, die so viele in den Niederlanden brauchen.
Vor Jahren haben wir bei Minister Jorritsma beantragt, in das BIG-Register aufgenommen zu werden. Nein, war ihre Antwort. Jetzt Jahre später, mit viel mehr Bildung, statt eines Branchendiploms nun auch ein Staatsdiplom in der Tasche, wieder eine Bitte an Ministerin Ingrid van Engelshoven. Wieder ein großes NEIN für unsere Gruppe der medizinischen Fußpfleger mit staatlichem Zertifikat. Glaubt dieser Minister wirklich, dass wir unsere Nägel noch in einem Hinterzimmer lackieren? Oh, wie wütend und enttäuscht ich bin.
Da wir immer noch als Kosmetiktanten gelten, konnte ich während der Sperre leider eine Reihe von Klienten mit schweren Fußproblemen nicht sehen. Es ist so traurig, dass einer meiner treuen Kunden 3 Monate lang nicht zu sehen war und nun aufgrund von Diabetes einen Zeh vermissen muss. Die Amputation des Zehs kostet die Gemeinde 60.000 Euro. Dies gilt für Aufnahme, Operation, Rehabilitation und angepasstes Schuhwerk usw. Diesen Betrag hätten wir allein für diesen einen Kunden einsparen können, wenn wir im BIG-Register als vollwertige Fußpflege eingetragen gewesen wären und während der Schließung hätten weiterarbeiten dürfen. Das macht mich traurig und wütend.